2. August 2011

Indie-was?

Indie-Autoren sind independent, also verlagsunabhängig. Sie veröffentlichen ihre Bücher selbst.

Hat es einen Eigenverleger bis vor kurzem noch Blut, Schweiß und Tränen gekostet und einen Batzen Geld, ein Buch zu veröffentlichen, macht die Erfindung der E-Books und nicht zuletzt die Möglichkeit, diese E-Books gratis auf verschiedenen Plattformen zum Kauf anzubieten, es den angehenden Autoren nun einfacher und vor allem günstiger.

Für die Autoren beginnt nun der Kampf um die Plätze in den vorderen (Verkaufs-)Rängen – also ist es mit blood, sweat and tears noch lange nicht vorbei, aber es kostet wenigstens kein Eckhaus mehr. Für uns Leser gilt es nun, die Spreu vom Weizen zu trennen, denn die Möglichkeit, seine geistigen Ergüsse schnell und relativ einfach – zum Beispiel bei Amazon als Kindle-Edition – hochzuladen, können ja nicht nur talentierte Schreiberlinge nützen, sondern auch alle Möchtegern-Rowlings,  die etwas, das sie mal geschrieben haben, aus ihrer Schublade hervorkramen. Weiterlesen

1. Oktober 2012

The End.

Es fing holprig an. Und gleich drauf war’s auch schon wieder vorbei.

Tolle Idee. Schlecht umgesetzt.

Zu wenig Zeit. Und irgendwann keine Lust mehr darauf.

So enden Blogs. Auch dieser hier.

Liebe Leser, liebe zufällige Besucher, ich werde diesen Blog nicht mehr weiterführen, hier wird nichts mehr gepostet.

Bitte besucht mich im CafeUranus. 

14. Februar 2012

Spannend, temporeich und brandaktuell: #incommunicado von @michelreimon

Roman 

indiebook, erschienen im Februar 2012
zum Gratisdownload unter Creative Commons License
als PDF, epub, mobi – hier entlang!
gelesen als epub auf meinem Galaxy Tab





Über das Buch:
Ende November vorigen Jahres hat Michel Reimon in seinem Blog von seinem Romanmanuskript erzählt, an dem er mehrere Jahre gearbeitet hat. Er wollte es selbst veröffentlichen, weil er von Verlagen nur Absagen bekommen hat, mit der Begründung, dass sich Bücher von Politikern – Reimon ist Landtagsabgeordneter für die Grünen im Burgenland – nur schlecht verkaufen würden. Und Romane von Politikern schon mal gar nicht.
Eine Rockband wird von einem Musikkonzern wegen einer obskuren Copyright-Verletzung geklagt und wehrt sich dagegen, indem sie an die Öffentlichkeit geht und ihre Konzerte in Proteste verwandelt. Ein Bandmitglied bloggt und erklärt in diesem Blog die Geschichte des Copyrights und warum das politisch wichtig für uns alle ist.
(Quelle: michelreimon)

Mein Eindruck:
Wow! Ich bin begeistert! Michel Reimon hat hier eine total spannende Geschichte erzählt und der Inhalt ist aktueller denn je. Die Story entwickelt sich sehr rasch und ist durch und durch glaubhaft dargestellt. Im Hinblick auf die Geschehnisse der vergangenen Monate, und was noch alles auf uns zukommen könnte/wird, ist Reimons Roman von unglaublicher Brisanz und gerade jetzt die passende Lektüre.
Der (namenlose) Ich-Erzähler, ein Musikjournalist, nimmt Urlaub um einen Roman zu schreiben, stattdessen lernt er jedoch die Mitglieder einer Band kennen, die mit einem roten Stockbus durch ganz Europa tingeln. Da er sich auf den ersten Blick in die Sängerin verliebt hat, überlegt er nicht lange, als man ihm anbietet, den gerade aus der Band geworfenen Gitarristen zu ersetzen und die Band zu begleiten.
In einigen Rückblenden erfährt man von seinem Verhältnis zu seinem Cousin Max, der mit ihm aufgewachsen ist. Als Max, der in der Musikindustrie arbeitet, sich mit seiner neuen Geschäftsidee brüstet, ahnt er noch nicht, was das alles nach sich ziehen wird, doch bald überschlagen sich die Ereignisse, bis die Situation völlig eskaliert.
Reimon treibt die Story ziemlich schnell voran, er hält sich nicht mit unnötigen Beschreibungen auf, er erzählt nicht lang und breit, er lässt seine Figuren sprechen und handeln und erweckt sie so zum Leben, und das macht er richtig gut. („Show, don’t tell“ – der Reimon kann das!) Das rasante Erzähltempo und die Sprache sind stimmig, auch wenn sich ein paar Mal ein nicht ganz astreiner Ausdruck eingeschlichen hat („die Tochter des Wirten“ z.B.).
Dazwischen gibt es immer wieder – gut eingeflochten – zahlreiche Informationen zum Thema Urheberrecht und Copyright und wie es sich im Laufe der Jahrhunderte entwickelt hat. Reimon erklärt unter anderem was der Buchdruck damit zu tun hat, die klassischen Komponisten und George Harrison. Er erzählt wie für Mickey Mouse ein Gesetz verändert worden ist und wie wir alle von den Massenmedien und der Unterhaltungsindustrie manipuliert werden. (Für mich jetzt zwar nichts Neues, aber es kann nicht oft genug darauf hingewiesen werden, die Menschheit kapiert es ja leider immer noch nicht.) Diese Infoteile sind immer sehr gut in die Storyline integriert, lediglich ein-zweimal wurde mir das zu langatmig, weil ich lieber wissen wollte, wie die Geschichte weitergeht. Das spricht auf jeden Fall für die Story, denn die war richtig gut, obwohl die Spannung zum Schluss ein wenig einknickt. (Das könnte aber auch daran liegen, dass ich beim Ende mehrfach unterbrochen worden bin und dass einer auf Twitter etwas gespoilert hat, auf das ich dann die ganze Zeit gewartet habe. Sehr ärgerlich, sowas.)
Zu den wirklich interessanten und (meist) kurzweilig geschriebenen Infoteilen muss ich aber auch einen Kritikpunkt anbringen: es gibt keinerlei Quellenangaben. Selbstverständlich ist der Roman Fiktion, aber es werden doch sehr sehr viele (historische) Fakten hineinverwoben, und da wäre es schon ganz gut gewesen, wenn diese auch belegt worden wären.
Die Entscheidung des Autors, das Buch kostenlos zur Verfügung zu stellen, halte ich übrigens für äußerst konsequent und passt perfekt zur Aussage des Buches. Allerdings: dieses Buch hätte ich wirklich gerne auf Papier und ich würde auch gerne etwas bezahlen dafür!

Fazit:
Fesselnde Story + brandaktuelles Thema + gut aufbereiteter Infogehalt = unbedingte Leseempfehlung! Und das alles außerdem zum Gratisdownload. Sollte man sich echt nicht entgehen lassen.
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19. Oktober 2011

Lesen für einen guten Zweck

Birgit Böckli hat ihre berührende Kurzgeschichte „Pias Wolke“ als eBook veröffentlicht. Sie ist ab sofort bei Amazon als Kindle-Edition für 99 Cent erhältlich.

Der Text handelt von einem missbrauchten Kind und die Autorin wird die Einnahmen aus diesem eBook an das Erich-Kästner-Kinderdorf spenden, wo Kinder ein neues Zuhause finden, die aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr bei ihren Eltern leben können.

Ihr könnt „Pias Wolke“ kaufen, wenn ihr auf den Titel oder auf das Cover klickt. Für die Werke von Birigit Böckli gibt’s von mir auf jeden Fall immer eine Empfehlung!

(Mit diversen kostenlosen Kindle-Apps kann man Kindle-Bücher übrigens auch auf dem PC lesen, oder auf dem iPhone, dem iPad oder einem Android-Handy oder Tablet…)

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18. September 2011

Birgit Böckli startet Testleserunde mit Gewinnspiel

Dass die Indie-Autoren andere Wege der Vermarktung beschreiten können und dürfen, zeigt dieser Tage Birgit Böckli, die ein neues E-Book veröffentlicht hat und dazu eine Testleserunde startet, bei der man sogar etwas gewinnen kann!

Sonnenthal ist ein Kurzthriller mit Horrorelementen und spielt in einem Seniorenstift, in dem mysteriöse Dinge geschehen.

Sie nehmen dich auf, wenn du alt und gebrechlich bist. Sie sorgen für dich, wenn es sonst niemand tut. In Haus Sonnenthal kannst du deinen Lebensabend genießen. Wenn dir hin und wieder etwas seltsam vorkommt, schau einfach in eine andere Richtung und denke nicht weiter darüber nach. Du kannst ein gutes Leben führen. 
Nur eines darfst du niemals tun:
Stelle keine Fragen! Denn die Antworten könnten tödlich sein.

Die Autorin stellt interessierten Lesern 50 Gratis-Exemplare (PDF!) zur Verfügung und bittet dafür lediglich um ein wenig Feedback. Wer bis zum 31. Oktober 2011 um 12 Uhr mittags auf Amazon eine Rezension schreibt, hat außerdem die Möglichkeit, einen Gutschein zu gewinnen. Nähere Infos dazu gibt es hier.

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10. September 2011

iTunes lässt Indie-Autorin verzweifeln

Die Indie-Autorin Emily Bold will, dass man ihre Bücher nicht kauft! Na, wo gibt’s denn sowas? Nun, das ist natürlich nicht die ganze Wahrheit, selbstverständlich will sie ihre Bücher an die interessierte Leserin bringen, aber gerne zu dem von ihr festgelegten Preis. Und da macht ihr iTunes einen Strich durch die Rechnung. Vor kurzem hat Emily schon einmal darüber berichtet, dass die Preisgestaltung auf den verschiedenen Plattformen für den E-Book-Verkauf mitunter ein wenig schwierig ist, den Artikel zum „Preis-Chaos“ bei Apple und Amazon findet ihr HIER. Weiterlesen

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9. September 2011

Indie-Links special

Einige der bloggenden Indie-Autoren waren in den letzten Tagen ganz besonders schreibwütig, und deshalb gibt’s mal ein Indie-Autoren-Blogpost-Special!

Petra van Cronenburg hat eine hochinteressante dreiteilige Serie zum Thema geschrieben, das alle Autoren bewegt: Verlag suchen oder selber veröffentlichen? Außerdem wird sie ihre zwei vergriffenen Romane als E-Book veröffentlichen und sucht dafür nach passenden Covers.

Hier geht’s zu den Blogposts:
Autoren in Scheiben: Verlag suchen? (1)
Autoren in Scheiben: Self Publishing? (2)
Autoren in Scheiben: Kombinieren? (3)
Suche nach Coverfoto

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Peter Marnet rezensiert Blogs. Eine interessante Idee! Außerdem testet er einen PDF-zu-EPub-Konverter und veranlasst den Anbieter, zu reagieren. Und er macht sich ordentlich Gedanken über die Indie-Autoren-Szene.

Hier geht’s zu den Blogposts:
Rezension: Der Blog von Petra van Cronenburg
Rezension: Der Blog von Joe Konrath
PDF-zu-EPUB-Konverter von Triboox fällt durch – Reaktion von Triboox
ePubber: Sind wir das?
Indie-Szene, strukturiere dich! 
Der Indie-Autor und das Kellerkind

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Außerdem:

Eileen Janket: Indie-Autoren müssen an sich glauben

Kerstin Rachfahl: Wer verdient wirklich bei E-Books?

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4. September 2011

Indie-Links der Woche

Piraterie bei E-Books war diese Woche ein heißes Thema:

Studie zur legalen und illegalen Nutzung von Medien. Artikel: buchreport.de

Interessanter Kommentar dazu: hier

„Datenbasis des Berichts erscheint fragwürdig.“ Artikel: spiegel.de

„Börsenverein setzt auf Überwachen und Strafen“ Artikel: e-book-news.de

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30. August 2011

Indie-Links der Woche

Das Thema E-Books und Self-Publishing ist in aller Munde, ich habe ein paar Links zu Artikeln und Diskussionen der vergangenen Tage hier zusammengefasst:


Indie-Autor David Gray bietet M. Buckstern Paroli (dessen eher unnötigen Beitrag ich hier erwähnt hatte).

Indie-Autor Peter Marnet malt schwarz: Der Handel mit Büchern stirbt.

Indie-Autorin Birgit Böckli ist die Erste, die einen Verlagsvertrag über die Plattform neobooks.com ergattert hat. Hier gibt’s ein Interview mit ihr.

Bericht im Spiegel Online über Amazon als Buch-Verlag.

„Zum Wiener Kaffeehaus gehört das Recht, unbegrenzt bei einer Tasse sitzen zu dürfen. Starbucks verabschiedet sich in New York von dieser Tradition…. und zeigt Laptop-Literaten die Rote Karte.“ (Artikel dazu bei Welt Online lesen.)

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25. August 2011

Leseproben-Test #5

David Gray: Wolfswechsel

Roman

erschienen 2011

als Kindle-Edition für € 2,99 erhältlich



Klappentext: Paris, Mai 1969.
Nach einer Razzia warten in der Zelle eines Pariser Polizeireviers Prostituierte, Freier und Zuhälter auf ihre Vernehmung. Darunter befindet sich auch ein Mann, der dort so gar nicht hinzugehören scheint: Wladislaus Wajda, der Chefchirurg des Warschauer Regierungskrankenhauses. Während die Verhafteten auf ihre Verhöre warten, bittet die junge Prostituierte Nathalie den alten Polen ihr eine Geschichte zu erzählen. So erzählt ihr Wajda seine eigene Geschichte.
Vor dem Krieg floh er als Jude nach Paris, wo ihn die deutschen Besatzer schließlich verhafteten und in ein Vernichtungslager deportierten. In einer Welt, die weder Mitleid noch Hoffnung kannte, war Wajda entschlossen zu überleben, ganz gleich um welchen Preis.

(mehr Inhaltsangabe gibt’s hier)

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23. August 2011

Eine Kutschfahrt wird zum Horrortrip

MADELEINE
Anatomie einer Tragödie am Vorabend der Französischen Revolution – Band III – Morris – 1789

Historischer Roman, erschienen 2011

Autor: Richard K. Breuer


derzeit nur als E-Book (zB. Kindle-Edition) für € 4,99 erhältlich



Klappentext:

März 1789. Zwei mächtige polnische Fürsten wollen Aleksander Mickiewicz und die beiden Töchter der Opalinski, Madeleine und Ludomila, tot sehen. Um ihr Ziel zu erreichen, werden ein brutaler Söldnertrupp und ein venezianisches Meuchelmörder-Pärchen ins französische Elsaß gesandt, wo sich die Gesuchten aufhalten sollen. In der abgelegenen Waldlichtung von Saint-Jean Saverne, nicht weit von Haguenau, kommt es schließlich zum Gefecht. Es wird nicht das letzte sein. Und die Tragödie nimmt ihren Lauf. Eine Tour-de-Force durch das vorrevolutionäre Frankreich von 1789.


Zuallererst:

Es handelt sich hierbei um den dritten Band in Breuers Reihe um die Französische Revolution. Es empfiehlt sich, jedenfalls Band 1 (Tiret) gelesen zu haben, es ist aber nicht zwingend nötig den 2. Band (Brouillé) davor zu lesen. Den kann man auch – wie ich – danach lesen. Lesen sollte man ihn aber ganz unbedingt! Weiterlesen