Indie-was?

Indie-Autoren sind verlagsunabhängig, also „independent“. Sie veröffentlichen ihre Bücher selbst.

Hat es einen Eigenverleger bis vor kurzem noch Blut, Schweiß und Tränen gekostet und einen Batzen Geld, ein Buch zu veröffentlichen, macht die Erfindung der E-Books und nicht zuletzt die Möglichkeit, diese E-Books gratis auf verschiedenen Plattformen zum Kauf anzubieten, es den angehenden Autoren nun einfacher und vor allem günstiger.

Für die Autoren beginnt nun der Kampf um die Plätze in den vorderen (Verkaufs-)Rängen – also ist es mit blood, sweat and tears noch lange nicht vorbei, aber es kostet wenigstens kein Eckhaus mehr. Für uns Leser gilt es nun, die Spreu vom Weizen zu trennen, denn die Möglichkeit, seine geistigen Ergüsse schnell und relativ einfach – zum Beispiel bei Amazon als Kindle-Edition – hochzuladen, können ja nicht nur talentierte Schreiberlinge nützen, sondern auch alle Möchtegern-Rowlings,  die etwas, das sie mal geschrieben haben, aus ihrer Schublade hervorkramen.

„Vanity-Publishing“ nennen sie es im englischsprachigen Raum, in dem das Self-Publishing schon die wundersamsten Blüten trägt. Da gibt es auf der einen Seite die Geschichten von Leuten wie John Locke oder Amanda Hocking, die mit ihren selbstpublizierten E-Books Bestseller landeten und Millionär wurden. Und auf der anderen Seite sind da ambitionierte, talentierte Autoren, die hart und verzweifelt dafür kämpfen, aus dem Schatten zu treten und endlich „sichtbar“ zu werden, sprich ein paar Büchln zu verkaufen. Und natürlich gibt es die große schwammige Masse, die nur sehr eingeschränkt lesbares Zeug (und oft sogar wirklich unlesbaren Mist) produziert, manche um sich den Traum zu erfüllen, einmal im Leben ein Buch veröffentlicht zu haben und andere, weil sie hoffen, ebenso abzuräumen wie Locke oder Hocking.

Im englischsprachigen Raum ist der E-Book-Markt bereits unüberschaubar. Und da es keine „Qualitätssicherung“ gibt – Gerüchten zufolge sind ja nur die von großen Verlagen veröffentlichten Bücher von Qualität und Bedeutung, aber seien wir uns ehrlich, auch von den großen Publikums-Verlagen wird ganz schön viel Zeug von zweifelhaftem Unterhaltungswert publiziert – ist es für Leser beinahe unmöglich, sich im Indie-E-Book-Dschungel zurechtzufinden.

Der deutschsprachige E-Book-Wald ist zum Glück noch nicht so überwuchert, und deshalb startet Evi T. ein Experiment. Sie packt ihre Machete aus und versucht, einen kleinen Trampelpfad durch das Dickicht zu schlagen. Bewaffnet mit einem ebooktauglichen Lesegerät, den Adleraugen und einer scharfen Zunge, rückt sie den Indie-Autoren und deren (Mach-)Werken auf den Leib.

Was gefällt, soll hier eine Plattform erhalten und empfohlen werden. Was nicht gefällt, vor dem wird unmissverständlich gewarnt.

(Mehr Infos über die Bloggerin gibt’s HIER.)

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